Neues Heft Diakonie in unserer Zeit erschienen zum Thema Familienbande

„Familienbande“ ist das Thema dieses Heftes – in ganz unterschiedlichen Facetten: theologisch und gesellschaftspolitisch und ganz konkret in unserer Arbeit in der Diakonie-Schwesternschaft. Zur digitalen Ausgabe kommen Sie hier.

Familienbande – dieses Wort hat  zwei Seiten. Es steht für Nähe, für Zusammenhalt, für dieses oft unsichtbare Band, das Menschen verbindet. Und gleichzeitig erinnert es an eine Gemeinschaft, die miteinander unterwegs ist: mal laut, mal leise, manchmal herausfordernd, aber im besten Fall verlässlich und füreinander da. Beides gehört zur Familie.

Kaum ein Begriff weckt so unterschiedliche Gefühle wie Familie. Sie kann Geborgenheit schenken und Halt geben, aber auch fordern und verletzlich machen. Für viele ist sie der erste Ort, an dem wir lernen, was Gemeinschaft überhaupt bedeutet.

Das Heft mit dem Schwerpunkt Familienband eröffnet Dr. Frank Lilie mit einem Beitrag zur „Familia Dei“, der Familie Gottes als Lebensform christlicher Gemeinschaft. Er macht deutlich: Christsein lebt von Gemeinschaft. Kirche ist mehr als ein Ort, an dem man etwas „in Anspruch nimmt“. Sie ist ein Miteinander, in dem jeder Mensch zählt – ein Stück weit wie in einer Familie.

Gleichzeitig wissen wir: Familie existiert nicht im luftleeren Raum. Sie braucht Rahmenbedingungen, die sie tragen. In einem Interview spricht Br. Michael Köhler mit Prof. Dr. Silke Kaiser und Dr. Kornelius Knapp darüber, was Politik leisten muss, damit Familien im Alltag wirklich unterstützt werden. Die Antworten regen zum Nachdenken an – und zeigen auch, wo noch viel zu tun ist.

Ein besonderer Anlass prägt diese Ausgabe von Diakonie in unserer Zeit: Seit 100 Jahren werden im Korntaler Zweig unserer Schwesternschaft Menschen für die Haus- und Familienpflege ausgebildet. Es ist ein Beruf, der viel Einfühlungsvermögen verlangt und oft im Hintergrund geschieht, aber für unsere Gesellschaft enorm wichtig ist. Br. Michael Köhler und Brigitte Schäfer blicken auf diese lange Tradition zurück und fragen zugleich, wie es weitergehen kann.

Außerdem stellen wir Ihnen die neue Marke der Diakonieschwesternschaft vor. Dabei geht es nicht nur um ein neues Erscheinungsbild, sondern um eine Haltung: Menschen sollen sich bei uns willkommen fühlen. Dass wir diesen Anspruch ernst nehmen, zeigt auch die Auszeichnung mit dem Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung.

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