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100 Jahre Familienpflege­schule Korntal

Was Familienpflege ist – und wie sie sich auch über die Jahrzehnte verändert hat – lässt sich am leichtesten durch Geschichten aus der Familienpflege verstehen. Sie zeigen ganz konkret, welche Aufgaben die Familienpfleger:innen in Familien übernehmen, welche Situationen und Nöte dazu führen, dass Familien Hilfe in Anspruch nehmen und auch, welche Veränderungen dadurch möglich werden.
Wir haben Geschichten zusammengetragen – im Archiv und bei heute aktiven Familienpfleger:innen. Sie sind zum Teil etwas gekürzt auf Ausstellungsplakaten zu lesen und sie können hier auch als Audiobeiträge angehört werden.
Außerdem finden sich hier Interviews mit ehemaligen Schwestern und heute tätigen Familienpfleger:innen, die von ihren persönlichen Erfahrungen während der Ausbildung und in ihren Einsätzen berichten.
Wir danken der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, im Besonderen Herrn Christian Büsen, Professor für Sprechkunst, und seinem Kurs für die großzügige Unterstützung bei diesem Projekt.
Ebenso danken wir allen, die Geschichten mit uns geteilt und sie für dieses Projekt zur Verfügung gestellt haben.

  • „Andere Frauen sind manchmal auch böse!“ – Kindliche Logik bei Studienrats

    Gertrud Henzler erzählt 1976 Anekdotisches aus dem Kinderzimmer – Geschichten voller kindlicher Ehrlichkeit, überraschender Gedanken und leiser Komik.

    Sprecher/in: Lieselotte Kohl

  • 100-jahre-familienpflegeschule-korntal

    Beitrag Frau Jentner

    Frau Ruth Jentner arbeitet seit über 34 Jahren in der Familienpflege und will das weitermachen, so lange sie kann, auch jenseits der Regelaltersgrenze. Sie erzählt in diesem Beitrag von Einsätzen und auch davon, wie es gelingt, in der Familienpflege die zum Teil schwierigen Situationen gut zu verarbeiten.

    Das Interview führte: Andreas Glass

  • Die „fliegenden“ Landschwestern

    Gertrud Henzler blickt 1997 am Ende ihrer Tätigkeit nochmals zurück auf die Anfänge als „fliegende“ Landschwester, viel auf Reisen, mit Tatkraft und noch mehr Kreativität die Familien unterstützend und immer getragen vom Glauben, dass Gott die Arbeit der Schwestern mit seinem Segen stärkt.

    Sprecher/in: Malou Mathesius

  • Ein Hausschwesternalltag

    Zum 50-jährigen Jubiläum 1976 wird im Reim der Alltag der Hausschwestern verarbeitet – Kochen, Putzen, Erziehung, Säuglingspflege, Einkauf, … jeder Haushalt ist anders, doch letztlich geht es immer darum, für Klein und Groß zu sorgen.

    Sprecher/in: Andreas Glass

  • familienpflegesong

    Familienpflegesong

    Thomas und Rotraud Knodel tragen bei einer Veranstaltung diesen 2004 veröffentlichten Familienpflegesong vor – die Melodie ist leider nicht überliefert.

    Sprecher/innen: Lucas Herberhold und Sonia Issler

  • Ich komme gut zurecht und lerne jeden Tag dazu

    Im Bericht einer Berufsanfängerin aus dem Jahr 1960 wird das professionelle Selbstverständnis und der Umgang mit den unterschiedlichen Herausforderungen im Alltag der jungen Schwester reflektiert.

    Sprecher/in: Fabienne Dumont

  • 100-jahre-familienpflegeschule-korntal

    Interview Frau Decker

    Frau Waltraud Decker machte von 1968-1970 im ersten Jahrgang der staatlich anerkannten Ausbildung in Korntal die Ausbildung als Familienpflegerin und berichtet im Interview von der damaligen Ausbildung und ihren vielfältigen, teilweise witzigen aber auch herausfordernden Einsätzen.

    Das Interview führte: Lucas Herberhold

  • 100-jahre-familienpflegeschule-korntal

    Interview Schwester Anne Gundert

    Anne Gundert machte die Ausbildung als Familienpflegerin und war dann lange in verschiedenen Familien unterwegs. Im Interview erzählt sie zum Teil skurrile Erlebnisse, gibt aber auch Einblick in ihre Motivation für die Familienpflege.

    Das Interview führte: Christian Büsen

  • Max lernt sprechen

    Im Bericht von Doris Fischer aus dem Jahre 2024 bekommt man einen Eindruck, was Familienpflege in heutiger Zeit alles leistet – sie ist eben nicht „nur“ Haushaltshilfe, sondern ganz häufig auch pädagogisch gefordert.

    Sprecher/in: Julia Frey

  • Mut zum Widerspruch – die Schwester sagt „Nein“

    Schwester Ursula Baumann berichtet 1965 davon, dass Haus- und Familienpflegerinnen manchmal auch zwischen die Fronten geraten können, und dass nicht nur Kindern, sondern auch Eltern Grenzen gesetzt werden müssen. Außerdem berichtet sie von der großen Verantwortung, Tag und Nacht alleine für Kinder verantwortlich zu sein.

    Sprecher/in: Malou Mathesius

  • Neue Männer braucht das Land – aus unserer Schule kommen sie

    Irene Laidig erzählt, wie sie im Jahr 2000 zum ersten Mal einen Mann im Familienpflegepraktikum bei sich hat. Ein vormals rein weiblicher Beruf öffnet sich für das andere Geschlecht – ein Gewinn für die Familienpflege.

    Sprecher/in: Jill Weinmann

  • Schwestern können einfach alles

    Im Freundesgruß 1959 wird berichtet, was die Schwestern in ihrem Dienst in den Familien zu tun haben – vom Erfüllen von Kinderwünschen bis hin zum Kühe melken ist alles dabei.

    Sprecher/in: Laura Caruso

  • segen-im-haus-die-arbeit-der-hausschwestern

    Segen im Haus – Die Arbeit der Hausschwestern

    In einem frühen Werbetext Anfang der 1930er Jahre beschreibt die Gründerin der Haus- und Landschwesternschaft Korntal, Heidi Denzel, die Arbeit der Hausschwestern.

    Sprecher/in: Jill Weinmann

  • Von der Haus- zur Krankenpflege

    Jede Familie ist anders und hat ihre eigenen Probleme, das wird im Bericht von Elsbeth Kilian deutlich. Aber auch, dass Familienpflege immer wieder damit zu kämpfen hat, als schlecht finanziertes und wenig sichtbares Arbeitsfeld die Fachkräfte zu halten.

    Sprecher/in: Fabienne Dumont

  • Von Haus zu Haus – Mitten ins Leben

    Dieser Halbjahresbericht aus dem Jahr 1960 von Schwester Susanne Möhrle aus Heidenheim/Brenz spiegelt wider, wie vielfältig die Einsätze der Hausschwestern waren. Manchmal waren es nur Tage, dann wenige Wochen, in denen sie sich auf die unterschiedlichsten Familien und deren Herausforderungen einlassen mussten.

    Sprecher/in: Fiona Haselgruber

  • Zwischen Wochenbett und Melkschemel

    Der Bericht des Jahres 1966 von Gertrud Henzler lässt erahnen, welche Flexibilität und innere Stärke die Landschwestern für ihren Dienst mitbringen oder auch entwickeln mussten. Aber auch, wie ihre Empathie und ihr Humor diesen Dienst erleichterte.

    Sprecher/in: Fiona Haselgruber

  • Zwischen Zopf und Spaghetti – ein Tag bei Familie K.

    Franziska Albrecht zeichnete für den Freundesgruß 41/1984 eine Geschichte auf, die von der Spannung lebt, dass in der Familie nach außen hin alles ganz wunderbar und normal erscheint, bei genauerem Hinsehen aber vielfältige auch psycho-soziale Probleme zutage treten. Es wird deutlich: Familienpflege ist eben doch viel mehr als nur Haushalt.

    Sprecher/in: Jelis Hoedtke