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Besuch Biadacz aNach einer kurzen Führung durchs Haus, bei der Marc Biadacz bei der Besichtigung ihres Zimmers auch mit einer Bewohnerin ins Gespräch kam, und einer Kurzvorstellung, wer die Evang. Diakonieschwesternschaft ist und was sie tut, ging es gleich zu drängenden Fragen rund um die Pflege. Michael Köhler kam auf die Initiative Pro Pflegereform zu sprechen. Erst wenn die Pflegeversicherung durch politische Vorgaben grundsätzlich reformiert ist, können die vielen weiteren drängenden Probleme in der Pflege nachhaltig angegangen werden. Entscheidend ist, dass der Eigenbetrag der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenhilfe-Einrichtungen – wie bei einer Teilkaskoversicherung – gleich bleiben muss, und die steigenden Kosten wie steigende Personal- und Investitionskosten von der Pflegeversicherung übernommen werden. Bisher werden bei jeder Erhöhung die Betroffenen zur Kasse gebeten, was sich negativ auf das Verhältnis von Pflegebedürftigen und Pflegepersonal auswirkt und die sowieso durch Personalmangel schon angespannte Situation noch verschärft.

Zentrales Thema war darüber hinaus der große Personalmangel in Pflege und Hauswirtschaft. Die zusätzlichen Stellen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Pflege auf den Weg gebracht hat, helfen deshalb in der Praxis nicht. Es fehlen die Leute! Und so kam man im Laufe des Gesprächs immer wieder auf die Grundfrage zurück: „Wie bekommen wir gute Leute für die Arbeit in der Pflege?“

Im Landkreis Böblingen, wo Vollbeschäftigung herrscht und große Unternehmen mit hohem Lohnniveau den Arbeitsmarkt bestimmen, wird es immer schwieriger, gute Mitarbeitende für die Pflege zu gewinnen und in der Pflege zu halten. Wohnungen für Mitarbeitende und familienfreundliche Arbeitsbedingungen können die Pflegeberufe attraktiver machen.

MdB Biadacz brachte das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ins Gespräch und die Initiative von CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr. Die Erfahrung in der Pflege ist, dass junge Menschen durch praktische Erfahrungen – auch gerade über die Sinnhaftigkeit des Berufs – eine Ausbildung zur Pflegefachkraft machen. Am Tisch saßen drei unserer Mitarbeiter, die über den Zivildienst in die Pflege gekommen sind, und inzwischen Führungspositionen innehaben.

Entscheidend ist eine höhere Wertschätzung der Pflege. Dazu braucht es einen gesellschaftlichen Wandel und auch eine bessere Bezahlung. Heimfürsprecherin Gerlinde Messer brachte die Initiative des VDK ins Gespräch ein „Pflege macht arm!“ Wenn die Pflegeheimkosten für die Betroffenen durch eine grundsätzliche Reform der Pflegeversicherung nicht sinken, können sich die Mitarbeitenden, die heute in der Pflege arbeiten, im Alter einmal keinen Pflegeheimplatz leisten!

Marc Biadacz nimmt aus dem Gespräch einen Einblick in die Pflege und konkrete Anregungen mit nach Berlin. Gleichzeitig konnte er manche Themen, die in Berlin zur Debatte stehen einbringen und diskutieren. Gerne will er in Kontakt bleiben und sich wieder zum Gespräch einladen lassen.

Gesprächspartner für MdB Marc Biadacz und Wahlkreismitarbeiter Holger Mayer waren:
Br. Michael Köhler (Fachlicher Vorstand Pflege), Oberin Heidrun Kopp (Theologischer Vorstand), Br. Daniel Trick (Einrichtungsleiter Gustav-Fischer-Stift), Br. Eduard Deaconu (Pflegedienstleiter Gustav-Fischer-Stift), Stefanie Kufer (Hauswirtschaftsleiterin Gustav-Fischer-Stift), Gerlinde Messer (Heimfürsprecherin Gustav-Fischer-Stift), Sr. Christel Plunser, Sr. Brita Baumgärtel, Sr. Heidemarie Walz und Pfarrerin Ulrike Nuding.

12. Juli 2019 Ulrike Nuding


 

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