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Die Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal lädt am Mittwoch, 18. September 2019, unter dem Titel „Eindrücke aus Babel“ zu einer Autorinnenlesung mit der Lyrikerin Chandal Nasser ein.

Chandal Nasser ist 1958 in Süd-Brasilien geboren und dort aufgewachsen. Ihre Muttersprache ist Portugiesisch. In dieser Sprache sind von ihr zwei Gedichtbände erschienen. Seit 2011 schreibt sie auf Deutsch, vor allem Lyrik. 2019 ist „Eindrücke aus Babel“ erschienen, vom Hans Schiler Verlag herausgegeben.

Die Gedichte in „Eindrücke aus Babel“ haben einen alltäglichen Ton, aber mehrere Sprachen mischen im Hintergrund mit: Das Portugiesisch des Herkunftslandes und das Arabisch, Französisch und Katalanisch der Großeltern. Dazu kommen weitere Sprachen: Die der Filme, die der Jahreszeiten, die einer Schreibenden. Die Texte suchen nach der Essenz. Einzeln konzipiert bilden die Gedichte ein Mosaik von Bildern einer südbrasilianischen Kindheit gemischt mit den Erfahrungen, in Deutschland und in der neuen Sprache heimisch zu werden.

Die Lesung wird von der Tübinger Lyrikerin Eva Christina Zeller moderiert.

Albrecht Boekh umrahmt den Abend musikalisch am Klavier.

Beginn der Veranstaltung ist um 19:30 Uhr in der Mutterhauskirche, Hildrizhauser Straße 29 in Herrenberg.


Am Sonntag, 22. September 2019, feiert die Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal ihr 106. Jahresfest in Herrenberg. Verbunden ist das Fest mit der Feier des Schwesternjubiläums von 39 Schwestern und Brüdern, die zwischen 15 und 70 Jahren zur Schwesternschaft gehören und im Dienst der Pflege-Diakonie stehen.

Der Festgottesdienst findet um 10 Uhr in der Stiftskirche Herrenberg statt. Die Festpredigt hält Pfarrerin Dr. Susanne Edel aus Kirchentellinsfurt. Die Kantorei der Stiftskirche Herrenberg unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Ulrich Feige gestaltet den Gottesdienst musikalisch.

Um 14 Uhr findet dann in der Mutterhauskirche ein festlicher Nachmittag statt, an dem die Jubiläumsschwestern und Jubiläumsbrüder geehrt werden. Schülerinnen und Schüler, die gerade ihre Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege begonnen haben, sind mit einem eigenen Beitrag dabei. Im Anschluss daran beschließt eine Abendmahlsfeier in der Mutterhauskirche den Festtag.

Die Evangelische Diakonieschwesternschaft lädt die Öffentlichkeit herzlich ein, das Jubiläumsfest mitzufeiern. Die Einladung ist ein Dank für alle Unterstützung, die die Schwesternschaft von der Kirche, den Gemeinden und der Bevölkerung bekommt. Damit sie ihren Dienst in der Pflege von kranken und alten Menschen sowie in der Familienpflege tun kann, ist sie auf diese Unterstützung angewiesen.


Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Diakonieschwesternschaft hat am 20.07.2019 Amtsgerichtsdirektor Dr. Tobias Brenner und Pfarrer Ulrich Weber, Pfarrer in Kayh und Mönchberg, neu in den Verwaltungsrat berufen.

 VR Weber BrennerDr. Tobias Brenner (auf dem Bild rechts) ist Jahrgang 1961 und in Herrenberg-Kuppingen aufgewachsen. Er studierte Jura, Evangelische Theologie und Geschichte in Tübingen, promovierte über die Diakonie im Sozialstaat und war an verschiedenen Stationen als Jurist und Politiker tätig. Derzeit ist er Direktor des Amtsgerichts in Böblingen und im Kreisrat in Böblingen Vorsitzender der SPD-Fraktion. Privat und politisch als Aufsichtsrat des Klinikverbunds Südwest hat Tobias Brenner das Wirken der Diakonieschwesternschaft segensreich erlebt. Deshalb möchte er etwas an die Schwesternschaft zurückgeben und seine Kompetenzen als Jurist und seine Vernetzung in der regionalen Politik in die Arbeit des Verwaltungsrats einbringen.

Pfarrer Ulrich Weber (auf dem Bild links) ist Jahrgang 1962 und seit 2019 Pfarrer in Kayh und Mönchberg. Zuvor war er Pfarrer in Cleversulzbach. Er bezeichnet sich als Generalist im Pfarramt und offen für Neues. Deshalb ist er gerne bereit den Evangelischen Kirchenbezirk Herrenberg im Verwaltungsrat zu vertreten.

 VR Uhlig GerstlauerAußerdem gibt es einen Wechsel im Vorsitz des Verwaltungsrats. Dekan a.D. Dr. Hartmut Fritz, bisher Vorsitzender des Gremiums, scheidet aus Verwaltungsrat aus. Den Vorsitz übernimmt Pfarrer i.R. Heinz Gerstlauer, der dem Verwaltungsrat seit einem Jahr angehört und bis 2018 23 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Gesellschaft in Stuttgart war. Schwester Sigrid Herz, bisher stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, gibt diese Funktion an Schwester Ursula Uhlig weiter. Ursula Uhlig, seit 43 Jahren Herrenberger Schwester, ist Hausdirektorin vom Haus an der Metter in Bietigheim-Bissingen, einer Pflegeeinrichtung in Trägerschaft der Evangelischen Heimstiftung. Sie gehört seit 2014 dem Verwaltungsrat an.

Die Diakonieschwesternschaft bedankte sich bei Dr. Hartmut Fritz für sein hohes Engagement als Verwaltungsratsvorsitzender in den letzten fünf Jahren. Er setzte sich stets mit großem Sachverstand, großer Sorgfalt und Weitsicht für die Belange der Schwesternschaft ein.

Besuch Biadacz aNach einer kurzen Führung durchs Haus, bei der Marc Biadacz bei der Besichtigung ihres Zimmers auch mit einer Bewohnerin ins Gespräch kam, und einer Kurzvorstellung, wer die Evang. Diakonieschwesternschaft ist und was sie tut, ging es gleich zu drängenden Fragen rund um die Pflege. Michael Köhler kam auf die Initiative Pro Pflegereform zu sprechen. Erst wenn die Pflegeversicherung durch politische Vorgaben grundsätzlich reformiert ist, können die vielen weiteren drängenden Probleme in der Pflege nachhaltig angegangen werden. Entscheidend ist, dass der Eigenbetrag der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenhilfe-Einrichtungen – wie bei einer Teilkaskoversicherung – gleich bleiben muss, und die steigenden Kosten wie steigende Personal- und Investitionskosten von der Pflegeversicherung übernommen werden. Bisher werden bei jeder Erhöhung die Betroffenen zur Kasse gebeten, was sich negativ auf das Verhältnis von Pflegebedürftigen und Pflegepersonal auswirkt und die sowieso durch Personalmangel schon angespannte Situation noch verschärft.

Zentrales Thema war darüber hinaus der große Personalmangel in Pflege und Hauswirtschaft. Die zusätzlichen Stellen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Pflege auf den Weg gebracht hat, helfen deshalb in der Praxis nicht. Es fehlen die Leute! Und so kam man im Laufe des Gesprächs immer wieder auf die Grundfrage zurück: „Wie bekommen wir gute Leute für die Arbeit in der Pflege?“

Im Landkreis Böblingen, wo Vollbeschäftigung herrscht und große Unternehmen mit hohem Lohnniveau den Arbeitsmarkt bestimmen, wird es immer schwieriger, gute Mitarbeitende für die Pflege zu gewinnen und in der Pflege zu halten. Wohnungen für Mitarbeitende und familienfreundliche Arbeitsbedingungen können die Pflegeberufe attraktiver machen.

MdB Biadacz brachte das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ins Gespräch und die Initiative von CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr. Die Erfahrung in der Pflege ist, dass junge Menschen durch praktische Erfahrungen – auch gerade über die Sinnhaftigkeit des Berufs – eine Ausbildung zur Pflegefachkraft machen. Am Tisch saßen drei unserer Mitarbeiter, die über den Zivildienst in die Pflege gekommen sind, und inzwischen Führungspositionen innehaben.

Entscheidend ist eine höhere Wertschätzung der Pflege. Dazu braucht es einen gesellschaftlichen Wandel und auch eine bessere Bezahlung. Heimfürsprecherin Gerlinde Messer brachte die Initiative des VDK ins Gespräch ein „Pflege macht arm!“ Wenn die Pflegeheimkosten für die Betroffenen durch eine grundsätzliche Reform der Pflegeversicherung nicht sinken, können sich die Mitarbeitenden, die heute in der Pflege arbeiten, im Alter einmal keinen Pflegeheimplatz leisten!

Marc Biadacz nimmt aus dem Gespräch einen Einblick in die Pflege und konkrete Anregungen mit nach Berlin. Gleichzeitig konnte er manche Themen, die in Berlin zur Debatte stehen einbringen und diskutieren. Gerne will er in Kontakt bleiben und sich wieder zum Gespräch einladen lassen.

Gesprächspartner für MdB Marc Biadacz und Wahlkreismitarbeiter Holger Mayer waren:
Br. Michael Köhler (Fachlicher Vorstand Pflege), Oberin Heidrun Kopp (Theologischer Vorstand), Br. Daniel Trick (Einrichtungsleiter Gustav-Fischer-Stift), Br. Eduard Deaconu (Pflegedienstleiter Gustav-Fischer-Stift), Stefanie Kufer (Hauswirtschaftsleiterin Gustav-Fischer-Stift), Gerlinde Messer (Heimfürsprecherin Gustav-Fischer-Stift), Sr. Christel Plunser, Sr. Brita Baumgärtel, Sr. Heidemarie Walz und Pfarrerin Ulrike Nuding.

12. Juli 2019 Ulrike Nuding


 

Das neue Heft widmet sich dem Schwerpunkt "Pflege", dem Grundauftrag der Schwesternschaft.

Sechs Personen, die in der Pflege arbeiten, erzählen, was sie an dem Beruf begeistert. Unter der verbindenen Klammer "Pflege im Wandel" geht es um die Geschichte der Pflege in der Schwesternschaft, die Weiterentwicklung der Ausbildungsberufe in der Pflege zur generalistischen Ausbildung und um eine Initiative zur notwendigen Reform der Pflegeversicherung.

Einen theologischen Blick auf das Thema Krankheit und Gesundheit wirft Pfarrerin Ulrike Nuding in ihrer Meditation "Heil und Heilung - Zwischen Hoffen und Verzweiflung".

Sie können Diakonie in unserer Zeit (Heft 1, 2019) hier downloaden.


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