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Mit dem offiziellen Spatenstich begann am Montag, 28. Oktober 2019 der Bau des Pflegeheims von Gültstein. Bauherr und Träger ist die Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal, Betreiber die gemeinnützige EDH-Seniorendienste GmbH, eine Tochtergesellschaft der Diakonieschwesternschaft.

An zentraler Stelle nahe des historischen Ortskerns entsteht eine Einrichtung mit 60 Pflegeplätzen verteilt auf vier Wohngruppen, einschließlich eingestreuter Kurzzeit- und Tagespflegeplätze. Die gesamten Baukosten für das Projekt belaufen sich auf rund 8,8 Millionen Euro. Die Stadt Herrenberg unterstützt das Bauvorhaben mit einem Zuschuss für den Kauf des Grundstücks in Höhe von 516.300 Euro.

Kaufmännischer Vorstand Kathrin Ehret gab beim Spatenstich bekannt, dass das Pflegeheim Karolinen-Stift heißen werde. Die Herrenberger Schwester Karoline Veith war über viele Jahre Gemeindeschwester in Gültstein. Im Gründungsjahr 1913 ist Karoline Veith in die Schwesternschaft eingetreten. Bis 1948 war sie Gemeindeschwester im Ort. „Schwester Karoline hat Kranke versorgt, Geburten begleitet und hatte immer ein offenes Ohr für die Gültsteiner Bürger.“, erzählte Kathrin Ehret.

Mit dem Karolinen-Stift will die Schwesternschaft sich wieder ganz direkt im Ort einbringen, ein offenes Haus schaffen und den Kontakt zu der Vereinen suchen.

Der Bezug der Pflegeeinrichtung ist für Sommer 2021 geplant.


Am Donnerstag, 21. November 2019, ist Tina Stroheker (Eislingen) im Mutterhaus der Diakonieschwesternschaft zu Gast und liest aus ihrem neuen Lyrik-Band „Inventarium.

Das „Inventarium“ erfasst Gegenstände und bringt sie in Prosaminiaturen zur Sprache. Es sind unscheinbare Dinge, von denen manche die Verfasserin Jahrzehnte hindurch begleitet haben, Dinge, wie sie sich in unser aller Leben versammeln. Unspektakulär sind sie, aber es wird ihnen voll Wertschätzung begegnet. Mit jedem verbinden sich Themen und Fragen, Erinnerungen und Empfindungen. Tina Stroheker hat aufmerksam, nachdenklich und verspielt Inventur gemacht und eine poetische Autobiographie geschrieben, die auch das Bild einer ganzen Generation entwirft.

Das sprachliche Inventarium wird ergänzt durch Fotos von Horst Alexy.

Tina Stroheker sagt über sich „Schreiben, vor allem am Gedicht, ist eigentlich meine Art nachzudenken. Je mehr mich etwas angeht, desto stärker drängt es in die Gedichtform. Dabei stellt das Gedicht natürlich mehr Fragen, als dass es Antworten gäbe. Und weil die Fragen im Leben kompliziert sind, können auch die Gedichte nicht einfach, einfältig sein.“ Im letzten Jahr hielt Tina Stroheker zusammen mit Walle Sayer im Mutterhaus eine Lesung zum Thema „Gott im Gedicht“.

Christine Knoll umrahmt den Abend mit Musik für Oboe solo.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr in der Mutterhauskirche, Hildrizhauser Straße 29 in Herrenberg.


Gütesiegel 2019 2Die Evang. Diakonieschwesternschaft ist ein ausgezeichnetes Unternehmen, was die Familienfreundlichkeit anbelangt. Am 19. September wurde das Gütesiegel in einem Festakt Berlin an zwölf Einrichtungen verliehen, die zusammen mit der Diakonieschwesternschaft die Pilotphase durchlaufen haben. Das Evangelische Gütesiegel Familienorientierung wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Diakonie Deutschland entwickelt. Das Gütesiegel bescheinigt der Diakonieschwesternschaft, ein attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber zu sein für Mitarbeitende mit Kindern sowie für Mitarbeitende, die pflegende Angehörige versorgen.

EKD-Ratsvorsitzender Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterstrich in seiner Begrüßungsrede, dass es eine Zukunftsfrage sei, wie es besser gelingen kann, dass Frauen und Männer sowohl eine ambitionierte Berufstätigkeit ausüben können als auch über genügend Zeit und Flexibilität verfügen, um gleichzeitig Kinder und Angehörige zu versorgen.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, betonte: "Mit dem Evangelischen Gütesiegel Familienorientierung haben wir ein Instrument entwickelt, um Familienfreundlichkeit strategisch und strukturell in der Personalpolitik evangelischer und diakonischer Einrichtungen und Dienste zu verankern. Wir sind sicher, dass davon nicht nur die Mitarbeitenden und ihre Familien, sondern auch unsere Träger, Einrichtungen und Dienste durch qualifizierte Bewerbungen, sinkende Fehlquoten und stärkere Verbundenheit ihrer Mitarbeitenden profitieren“.

VerleihungDSWHerrenbergKorntal web

Von links: Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (EKD-Ratsvorsitzender), Franziska Giffey (Bundesfamilienministerin), Sieglinde Berger (Projektverantwortliche Diakonieschwesternschaft), Andrea Kellermann-Lorenz (Zentrales Qualitätsmanagement Diakonieschwesternschaft), Maria Loheide (Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland) © Franziska Woellert

Für die Zertifizierung organisierte eine Projektgruppe innerhalb der Diakonieschwesternschaft einen Prozess, bei dem alle Mitarbeitenden einbezogen wurden. Mithilfe eines Fragebogens wurden schon bestehende Instrumente einer familien- und lebensphasenorientierten Personalpolitik evaluiert und neue Maßnahmen entwickelt. So sind familienfreundliche Arbeitszeiten nicht nur in der Verwaltung sondern auch in der Pflege möglich. Bei Bedarf kann home office vereinbart werden. Es wird ein Springerpool in der Pflege aufgebaut für geplante Ausfälle, um Überstunden zu vermeiden. Kinder können zu einem der Betriebsausflüge mitgebracht werden. Teilzeitarbeit ist auch bei Führungskräften bis in den Vorstand hinein möglich. Der Maßnahmenplan wurde mit der Mitarbeitervertretung, dem Betriebsrat sowie dem Vorstand abgestimmt und wird in Zukunft weiterentwickelt sowie ergänzt.

Viele familienorientierte Maßnahmen sind so selbstverständliche in der Alltagspraxis verankert, dass sie gar nicht erst Eingang in den Maßnahmenkatalog zur Zertifizierung gefunden haben. Aber auch so basiert die Erst-Zertifizierung mit dem Ev. Gütesiegel Familienorientierung auf über 20 umgesetzten Maßnahmen, und damit deutlich mehr als gefordert.

Die Auszeichnung durch das Gütesiegel ermutigt die Diakonieschwesternschaft, die Familienorientierung auszubauen und als strategisches Managementinstrument zu nutzen, um attraktiver Arbeitergeber zu sein.


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